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Wenn das Meer leuchtet Rezension

Das Buch Wenn das Meer leuchtet von Jessica Koch lag schon länger auf meinem Lesestapel. Nun hab ich es durch und teile gern in dieser Rezension meine Meinung mit euch.

Ich mag Bücher, die etwas traumatisches ansprechen bzw. ein Tabuthema oder etwas schwieriges, was man sonst nicht überall findet. In diesem Buch ist es Mobbing und die schwerwiegenden Folgen dessen, wie das sich selbst verletzen in Form von Ritzen. Dennoch haben mich hier einige Sachen gestört.

Das Buch an sich lässt sich an manchen Stellen wirklich schwer verdauen, wie zb. die Situation mit dem Beschmieren mit Banane oder das Anhängen mit den Schnürsenkeln. Ich kann leider oft nicht verstehen, weshalb sie sich nicht dagegen wehrt, zumal es nicht nur sie, sondern auch ihren kleinen Bruder betrifft. Beide haben ein tolles Verhältnis mit den Eltern und dennoch reden sie nicht miteinander, was für mich irgendwie nicht ganz schlüssig ist. Sie weiß, dass das Ritzen nicht normal ist, aber macht es ohne abzuschließen einfach im Zimmer? 

Auch das ist etwas, was ich nicht ganz nachvollziehen kann. Natürlich ein wenig unrealistisch ist, dass der Star der Schule, derjenige wird, der umdenkt und anfängt, sich um sie zu kümmern.  Ganz naiv fand ich sie in Bezug auf die Party, auf die sie angeblich eingeladen wurde und grundsätzlich, dass sie einfach alles zu tut, um in so einer Clique aufgenommen zu werden. Sie hat einen so starken Drang dazuzugehören. Aber aus Erfahrung lernt man doch, wann es nicht richtig oder ehrlich gemeint ist oder nicht? Und weshalb fixiert sie sich so sehr auf diese Tiffany?!? 

Dann kommt eine Szene, bei der sich sich nach einer einzigen netten Geste für ihr Misstrauen schämt? Das habe ich gar nicht verstanden, nach allem, was sie bisher durchgemacht hat. Auch das Jay es mit einem „gib mir eine Chance“ sofort schafft, ihren Panzer zu durchbrechen ist merkwürdig und ich frage mich gleich…welchen Panzer denn dann bitte? 

Das mit dem Boot, wie sie es sucht, kauft usw. ist etwas langgezogen und auch ihren Nachnamen fand ich sehr unpassend gewählt. 

Die Situation mit der Prügelei war irgendwie komisch, ging mir zu schnell, genauso wie auch der erste Kuss.

Natürlich war alles wie schon erwartet eine Wette…hat mich ein wenig an den Film Eine wie Keine erinnert:-)

Die Liebe, von der sie spricht, als er ihr Herz bricht, ist irgendwie zu schnell gegangen und damit kaum nachempfindbar. Die Party, als er seine Ansprache an die Leute hält, finde ich irgendwie total daneben. Der Dekan und die Vorwürfe machen es null plausibel und auch, wie rücksichtslos mit ihr umgegangen wird. Sehr merkwürdig ist auch, dass nur den anderen Mädchen sofort geglaubt wird und das ganze wirkt wie im schlechten Film. 

Die Trennung ist total enttäuschend und das Ende ist viel zu abrupt, keinerlei Bezug auf College oder was Jay dagegen hätte tun können. Da hat mir einfach was gefehlt.

Es gab aber auch einiges, was mir gefiel, wie zb., dass er ihr offen sagte, dass er sich verliebt hat. Auch die Metapher über Menschen und Boote fand ich unglaublich schön. Und zuletzt auch, dass er ihren Bruder vor der Schule verteidigt hat und sein versprechen gehalten hat.

Fazit:

Die Geschichte war vom Thema her nicht leicht, aber interessant. Ich habe beim Lesen jedoch ziemlich schnell entschieden, dass mir das Buch nicht ganz zusagt, weil es doch etwas zu unrealistisch ist. Ich fand ok, aber würde es nicht noch einmal lesen wollen.

Wenn das Meer leuchtet- Jessica Koch: http://tidd.ly/1918b47b
Seitenzahl: 268
Preis: 11,90 €
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4 Kommentare

  • Mikey

    OT=off-topic=nicht themenbezogen.
    Weil der Blog ja im wesentlichen sich um die Familie dreht, sollte der KenFM-Beitrag in jedem Fall passen, auch wenn es nichts mit dem Buch zu tun hat.

    • Mary

      Ah ok, danke dir:-) Dieses Video habe ich sofort angeschaut und auch kommentiert. Dieses Video sollte nicht 1Mio mal sondern 83 Mio mal angeschaut werden! Dann geht man auf die Straße und fängt endlich an für sich selbst, für die eigenen Kinder und die eigene Zukunft zu kämpfen!!!!!!

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